Skip to main content

Mobile Stadtbibliothek: Die Onleihe auf dem eBook-Reader

Die Onleihen, die Internet-Filialen der öffentlichen Bibliotheken Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, setzen auf den digitalen Fortschritt. Denn zu den auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellten Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Dienstes zählt auch die Optimierung der digitalen Inhalte für moderne Lesegeräte. Ab November 2009 können die mit einem speziellen DRM (Digital Rights Management) geschützten E-Books der Onleihe im EPUB-Format auf den Readern von Sony digital & legal wiedergeben werden.

Dieser Service wird permanent auf neue Gerätehersteller ausgeweitet – und schon 2010 soll eine mobile Version für Lesegeräte mit Mobilfunk dazukommen. Damit können Bibliotheksmitglieder ihre heimische Stadtbibliothek ab sofort buchstäblich in die Tasche stecken. Diese Bibliothek hat immer geöffnet: Öffentliche Büchereien sind eine gute Sache. Schon die Ägypter besaßen Sammlungen von Papyrusrollen, die Griechen hatten die alexandrinische Bibliothek, und im Zuge des Humanismus erfuhren Büchereien als Orte der Bildung, Wissensvermittlung und Kommunikation eine echte Renaissance.

Um diese wertvollen Sammlungen und das Prinzip der kostenfreien Ausleihe auch einer digitalen Generation zugänglich zu machen, brauchte es einen mutigen Schritt in Richtung Modernisierung. Seit 2007 sind die öffentlichen Bibliotheken mit der Onleihe diesen Schritt gegangen. Der Ausleih-Service trägt dem veränderten Mediennutzungsverhalten unserer Gesellschaft Rechnung und überträgt das das Angebot öffentlicher Bibliotheken, die sich auch als Dienstleister in Sachen Auswahl und als Garanten für Qualität und Seriosität verstehen, in die digitale Welt des Internets.

Schon jetzt gibt es in 126 deutschen Städten eine Onleihe. Nicht nur diese Zahl wächst wöchentlich – bereits über 1 Million Mal haben Bibliothekskunden Dokumente und Medien digital per Download ausgeliehen. Kein Wunder, ist das Prinzip doch so einfach wie genial: Die digitalen Filialen bieten allen Besitzern eines Mitgliedsausweises zu jeder Tages- und Nachtzeit ein für die Region optimiertes, ausgesuchtes Angebot an digitalen Büchern, Hörbüchern, Zeitungen, Zeitschriften, Filmen und Musik – garantiert kostenlos und schwerelos.

Diese Bibliothek passt in jede Tasche: Bisher konnten der spannende Dokumentarfilm, der anschauliche Reiseführer und der fesselnde Psychokrimi bequem am PC ausgeliehen und genutzt werden. So, wie Audio-Medien von Anfang an auf mobile Endgeräte übertragbar waren, sind ab sofort auch die virtuellen Schmöker im EPUB-Format auf den beiden in Deutschland verfügbaren Reader Modellen von Sony sowie vielen anderen elektronischen Lesegeräten lesbar – eine konsequente Fortsetzung der Mobilitätsstrategie der Onleihe.

Genauso, wie physisch ausgeliehene Medien selbstverständlich nach einer bestimmten Zeit in die Stadtbibliothek zurückgebracht werden, dürfen auch die digitalen Inhalte nur temporär genutzt werden. Dafür sorgt das DRM, das Rechte-Management für digitale Lesegeräte: Nach Ablauf der Leihphase inaktivieren sich die Dateien auf dem Rechner oder Lesegerät automatisch und ganz von selbst. Zum Start werden auf den Servern der Onleihe mehr als 1.500 kompatible EPUB-Dokumente zur Verfügung gestellt. Genau wie bei einem Einkauf in einem Onlineshop sind die Medien auf den Onleihe-Seiten der Stadtbibliotheken übersichtlich in die Bereiche E-Book, E-Paper, E-Audio, E-Musik und E-Video geordnet.

Per Suchfunktion kann man am PC & Notebook nach Lust und Laune stöbern und Probelesen, -sehen oder -hören. Durch eine einfache Datei-Symbolik ist auf einen Blick zu erkennen, ob das gewählte Medium für das jeweilige Betriebssystem oder Lesegerät geeignet ist. Trifft letzteres zu, muss sich der „Onleiher“ nur noch mit seinem Benutzernamen und seinem Passwort anmelden, die Datei downloaden und per USB beispielsweise auf einen Reader von Sony überspielen und kann so seine ganzen E-Book-Ausleihen immer mit sich herumtragen und diese auch unabhängig vom PC lesen.