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Lesen und das Klima schützen mit E-Book-Readern

Vielleser, die jährlich zehn oder mehr Bücher auf einem E-Book-Reader lesen, können damit zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Wer statt in gedruckten Büchern mit dem elektronischen Gerät schmökert, spart Papier, Energie und Treibhausgase. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Öko-Instituts, die Anforderungen für die Kriterien des Blauen Engels für E-Book-Reader erarbeitet hat.

Wenn am 12. Oktober 2011 die Frankfurter Buchmesse ihre Tore öffnet, wird auch das Thema „digitales Lesen“ wieder eine Rolle spielen. Schon heute konsumieren Millionen Deutsche Romane, Krimis oder Sachbücher auf einem elektronischem Gerät – dem E-Book-Reader. Diese sind mit so genannten eInk-Displays ausgestattet, stellen Text scharf und kontrastreich dar und ermöglichen so eine hohe Lesequalität. Sie kommen ohne Hintergrundbeleuchtung aus und ziehen lediglich beim Umblättern Strom. eInk-basierte Modelle verbrauchen deshalb im Vergleich zu LCD-Displays deutlich weniger Strom. Ihre Akkus halten bis zu zwei Wochen – Geräte mit Flüssigkristallbildschirmen lediglich rund acht Stunden.

„In der Herstellung und Nutzung verursacht ein E-Book-Reader mit eInk-Display rund acht Kilogramm CO2; etwa ein Zehntel im Vergleich zu einem herkömmlichen Laptop und immer noch deutlich weniger als Tablet PCs“, erläutert Andreas Manhart, Experte für umweltfreundliche elektronische Produkte am Öko-Institut. „Wer neben Büchern noch Zeitungen auf seinem E-Book-Reader liest, schützt Klima und Wälder nachhaltig.“ Denn: Die Herstellung von zehn Büchern mit 200 DIN-A5-Blättern aus Frischfaserpapier verursacht rund elf Kilogramm CO2, Bücher aus Recyclingpapier immer noch rund neun Kilogramm.

Beste Geräte können sich um den Blauen Engel bewerben

Weil sie Gedrucktes ersetzen, weisen E-Book-Reader insgesamt hohe Potenziale auf, die Umwelt zu entlasten. Das Öko-Institut hat Kriterien definiert, nach denen Geräte zu den „Besten ihrer Klasse“ gehören. Solche haben hochwertige Akkus mit einer besonders langen Lebensdauer und sparen Energie durch optimierte Ladevorgänge. Sie können viele gängige E-Book-Formate (epub-, Text- und PDF-Dateien) lesen und weisen einen universellen Mikro-USB-Anschluss für Universalladegeräte auf.

Erfüllen E-Book-Reader diese Kriterien, können sie das Umweltzeichen „Blauer Engel“ erhalten. Darüber hinaus müssen E-Book-Reader über Lithium-Akkus verfügen, die mit wenigen Handgriffen entnommen werden können. „Nur so können die wertvollen Rohstoffe aus der Batterie wiederverwertet werden und landen nicht in falschen Recyclinganlagen oder als problematischer Elektroschrott auf der Deponie“, betont Manhart. (Quelle: Öko-Institut e.V.)