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Nur wenige Bibliotheken bieten Online-Verleih an

Der Hightech-Verband BITKOM fordert eine bessere Ausstattung der kommunalen Bibliotheken mit elektronischen Medien. „Das Angebot elektronischer Medien und insbesondere von E-Books in öffentlichen Bibliotheken ist noch zu gering“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf im Vorfeld der Leipziger Buchmesse. Nach Angaben des Deutschen Bibliotheksverbands bieten erst 10 Prozent der öffentlichen Bibliotheken eine Online-Ausleihe von E-Books, Hörbüchern und anderen digitalen Medien an. Zudem ist der Bestand verfügbarer Titel in den 350 öffentlichen Bibliotheken mit Online-Ausleihe eher bescheiden. So sind z.B. in den Bibliotheken Berlins rund 600 Sachbücher, aber nur knapp 100 Titel in der Rubrik Belletristik für E-Reader und Tablet Computer verfügbar. E-Reader sind Lesegeräte, die speziell für die Darstellung elektronischer Buchinhalte entwickelt wurden. Tablet Computer haben mehr Funktionen und können auch andere Medien verarbeiten, zum Beispiel Fotos speichern oder Filme abspielen.

Deutlich mehr Titel gibt es in den Bibliotheken in Form von PDF-Dateien, die auf Personal Computern (Windows oder Apple) gelesen werden können. „PDF-Dokumente sind im Belletristik-Bereich allerdings weniger lesefreundlich als Formate für Tablets und E-Reader“, sagte Kempf. Zudem sind in den Bibliotheken Zeitungen, Magazine und Hörbücher online verfügbar. „Mit der steigenden Verbreitung von Tablet Computern und E-Readern verändern sich die Lesegewohnheiten der Menschen rapide. Darauf müssen die öffentlichen Bibliotheken schnell reagieren, wenn sie die junge Generation nicht verlieren wollen“, betonte Kempf. Viele Bibliotheken litten allerdings unter Mittelkürzungen wegen leerer öffentlicher Kassen. Ferner müssen sie von den Verlagen die notwendigen Rechte erhalten, was nicht die Regel ist.

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