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Phänomen: digitale Nomaden

Digitale Nomaden? Sie werden sich fragen, was soll das sein? Ein Lexikon erklärt den Begriff des Nomaden als nicht sesshafte Lebensweise. Die betreffenden Menschen oder Völker ziehen von Ort zu Ort. Diese Lebensform ist schon so alt wie die Menschheit und existiert auf allen Kontinenten. Die digitale Welt bringt nun eine neue Form des Nomadentums hervor.

Menschen, die keine dauerhafte berufliche Anstellung anstreben und somit bei jedem neuen Job auch den Wohnort wechseln, gibt es auch schon längere Zeit. Doch die digitale Ausprägung gibt es erst mit der Verbreitung des Internets. Dabei greift das Phänomen der digitalen Nomaden immer stärker um sich.

Dabei gibt es mehrere Gründe für diese neue Form des Arbeitens, die gleichzeitig auch eine neuartige Lebensphilosophie darstellt. Ausgangspunkt ist die weltweite Vernetzung. Somit ist es heute durchaus möglich, völlig ortsunabhängig einer Arbeit nachzukommen. Sicherlich eignet sich nicht jeder Beruf. Doch Tätigkeiten, die stark mit einem Computer verbunden sind, lassen ein vernetztes Abliefern der Leistung durchaus zu. Klassische Tätigkeiten sind Autoren, Journalisten oder Programmierer. Doch auch bei anderen Tätigkeitsfeldern ist das Ausüben der Tätigkeit von einem fernen Ort denkbar.

Eine weitere Einflussgröße ist sicherlich auch die Globalisierung. Ein grenzüberschreitender Austausch von Informationen und Inhalten ist längst im Gange. Somit ist der Austausch von Arbeitsleistungen von Land zu Land längst Alltag.

Ein wesentlicher Aspekt ist zweifelsohne ein gewisser Wertewandel in der Gesellschaft. Viele Menschen wenden sich von dem klassischen Arbeitsleben ab und suchen stattdessen eine neue Arbeits- und Lebensform, die einen häufigen Ortswechsel beinhaltet. Durch die Vernetzung kann der Einzelne dennoch für seinen Lebensunterhalt sorgen.

Diese neue Form der Arbeitswelt wird in erster Linie von Menschen bevorzugt, die ungebunden sind und nicht nur die Arbeit als absoluten Lebensmittelpunkt ansehen. Auf diese Weise sieht der Einzelne mehr von der Welt und hat dennoch sein Auskommen. Dabei existieren viele unterschiedliche Ausprägungen des digitalen Nomadentums. Wichtig ist es, das die betreffende Person möglichst über spezifische Kenntnisse in einem bestimmten Arbeitsgebiet verfügt, um so ein gewissen Rahmen bei seinem Einkommen erzielen zu können.

Auch wenn das eigentliche Ziel ist, ein unabhängiges Leben zu führen, bedarf es doch einer gewissen Planung, um mögliche Risiken auszuschließen. Auch digitale Nomaden können einmal krank werden oder für längere Zeit keine passenden Projekte finden, dann sollte unbedingt ein persönlicher Notfallplan greifen.