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Die Nutzung von E-Books stagniert

Fast jeder vierte Deutsche greift zum E-Book. Allerdings stagnieren die Zahlen seit knapp drei Jahren. Bisher fehlt es an Impulsen, um den Markt weiter wachsen zu lassen. Besonders jüngere Leute bevorzugen das E-Book. Mit steigendem Alter lässt die Nutzung jedoch deutlich nach. In der Altersgruppe über 65 Jahren sind nur knapp 7 Prozent der Nutzer bereit, die elektronische Form des Buches in die Hand zu nehmen. Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom erhoben wurde.

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(Quelle: Bitkom)

Immer bessere Lesegeräte kommen auf den Markt. So präsentieren Amazon (mit der Kindle-Familie) und die Tolino-Gruppe aktuelle eBook Reader, die leider nicht dazu führen, dass sich das E-Book weiter durchsetzt. Grund dafür ist die noch immer starre Preispolitik (Buchpreisbindung, Ungleichbehandlung bei der Mehrwertsteuer). Zudem gaben rund die Hälfte der Befragten an, immer noch ein klassisches Buch zu bevorzugen. Auch die teure Anschaffung eines eReaders wurde häufig genannt.

Dennoch sind Lesegeräte wie Kindle, Tolino oder Kobo auf dem Vormarsch. Erstmals bevorzugen Leser eher einen eBook Reader als ein Smartphone oder ein Tablet-PC. Dabei geht der Trend verstärkt zum synchronen Lesen. Laut der Befragung liest fast jeder vierte E-Book-Nutzer digitale Bücher auf mehreren Geräten parallel. Gekauft werden E-Books bei den großen Online-Buchshops wie Amazon, ebook.de, Thalia.de oder buch.de. Jeder Vierte leiht sich E-Books bei öffentlichen Bibliotheken aus. Daneben gewinnen kommerzielle Flatrate-Modelle an Bedeutung. Bei Anbietern wie Skoobe oder Kindle Unlimited zahlen die Kunden eine monatliche Pauschale und haben Zugriff auf eine große Auswahl an Büchern.